1. E-Mobilität
    1. E-Golf für Bodnegg im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

      E-Golf für Bodnegg im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

      Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

      Für alle Gemeinden des Verwaltungsverbandes Gullen wurden Förderungen für die Teilumstellung des kommunalen Fuhrparks beantragt und auch bewilligt. Unter dem Förderkennzeichen 03K02657M1 ist diese Maßnahme in der Gemeinde Bodnegg bereits umgesetzt: Die Gemeinde freut sich über einen neuen VW e-Golf als Dienstwagen, der über eine eigene Wallbox am Rathaus mit Ökostrom versorgt wird (Bild 1) und der Hausmeister ist mit einem e-Lastenrad elektrisch mobil unterwegs. Die vom Fördergeldgeber mit 50% geförderten Investitionen wurden am 14.04.18 im Rahmen des großen Mobilitäts-Erlebnistages den zahlreichen Bürgern und Ehrengästen präsentiert. Darunter auch Herr Minister Manfred Lucha, der sichtlich beeindruckt und erfreut war (Bild 2), wie innovativ eine kleine Gemeinde im ländlichen Raum unterwegs ist, dass Besucher aus dem ganzen Vierländereck im Rahmen der internationalen E-Auto-Sternfahrt mit ihren Elektrofahrzeugen emissionsfrei anreisten und wie groß das Interesse der Bürger (über 100 Probefahrten!) an nachhaltiger Mobilität ist.

      Mit der Elektrifizierung des kommunalen Fuhrparks geht die Gemeinde Bodnegg mit gutem Beispiel voran. Damit die Bürger im eigenen Alltag Erfahrungen mit E-Mobilität sammeln können, laufen aktuell die Vorbereitungen für ein attraktives barrierefreies eCarSharing-Programm und die Schaffung der dafür erforderlichen Rahmenbedingungen.

      Um zu erfahren und zu belegen, was E-Mobilität tatsächlich bewirkt wird aktuell ein System für das Energie-Monitoring im Mobilitätsbereich evaluiert. Die damit gesammelten Verbrauchsdaten sind dann eine gute Basis für die Bewusstseinsbildung, aussagekräftige Berichte und die eigene Begleitforschung.

       

       

       

       

  2. Umwelt/Klimaschutz
    1. Klimaschutz

      Klimaschutz im Gebiet des
      Gemeindeverwaltungsverbandes Gullen

       

      Die Anforderungen an die Gemeinden bezüglich Klimaschutzaufgaben haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

      Die Wichtigkeit der Energiebereiche wird im Alltag immer deutlicher. So steigen die Energiepreise stetig in die Höhe, weshalb insbesondere hierbei Energieeinsparmöglichkeiten im Bereich der Kommunen eine große Rolle spielen. Deshalb haben sich die Mitgliedsgemeinden des Gemeindeverwaltungsverbandes Gullen gemeinsam auf den Weg gemacht, das Thema aktiv anzugehen. Hierzu und zu weiteren Themen wurde deshalb die Energieagentur Ravensburg beauftragt, ein Klimaschutzkonzept für das Verbandsgebiet mit Aussagen auch für die jeweilige Verbandsgemeinde mit folgenden Inhalten zu erstellen:

       -Energie- und CO²-Bilanzen

       -Potentialabschätzungen (Wind, Wasser, Biomasse)

       -Aussagen zu Quartieren (Gebäudealter, Sanierungsziele, Versorgungssysteme)

       -Einsparpotentiale (Abwärme, etc.)

       -Minderungsziele (mit Leitbild)

       -Maßnahmenkatalog mit Zeitplan

       

      Die Maßnahmen im Rahmen des European Energie Awards (eea) sollten hierbei im Klimaschutzkonzept Einzug finden.

       

      Das Konzept wurde 2014 fertig gestellt und steht Ihnen hier zur Einsicht zur Verfügung.

       

      Die Verbandsversammlung hat zudem beschlossen, einen Förderantrag zur Teil-Finanzierung eines Klimaschutzmanagers beim Bund zu stellen, der sich der Klimaschutzthematik annimmt und für die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept des Gemeindeverwaltungsverbandes Gullen verantwortlich zeichnet.

      Eine Entscheidung über den Förderantrag steht bis Ende 2015 an.

    1. Klimaschutzförderung "Rosenharz IV"

      Der Gemeinderat der Gemeinde Bodnegg hat eine Familien- und Klimaschutzförderung bei Erwerb eines Bauplatzes bzw. Errichtung eines Wohngebäudes im Baugebiet "Rosenharz IV" beschlossen.

      Die Familienförderung wird direkt am Kaufpreis für das Baugrundstück abgezogen.

      Die Klimaschutzförderung wird nach Errichtung des Gebäudes auf Antrag gewährt. Der Antrag muss innerhalb von 6 Monaten nach Bezug des Gebäudes eingereicht werden.

      Näheres zur Förderung sowie das ANtragsformular finden SIe unter folgenden Datei-links.

       

      Familien - und Klimaschutzförderung

      Antrag Klimaschutzförderung

    1. Lärmaktionsplan

      Lärmaktionsplan Bodnegg

       

      Durch Bodnegg führt eine Hauptverkehrsstraße (B32) mit Verkehrsbelastungen über dem Schwellenwert der zweiten Stufe der Lärmkartierung (8.200 Kfz/24h, § 47b Nr. 3 BImSchG). Die Gemeinde ist daher zur Erstellung eines Lärmaktionsplans gesetzlich verpflichtet. In der Gemeinderatsitzung vom 11.04.2014 wurde formal beschlossen einen Lärmaktionsplan nach § 47 BImSchG in interkommunaler Zusammenarbeit aufzustellen. Für den betroffenen Verkehrsweg wurden sodann mögliche Maßnahmen zur Minderung der erhobenen Lärmbelastungen untersucht. Nachdem der Entwurf des Lärmaktionsplans erarbeitet sowie die Frühzeitige Beteiligung der Behörden und BürgerInnen durchgeführt und vorgestellt wurde, beschloss der Gemeinderat am 08. Juli 2016 die Förmliche Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen, welche zum 20.10.2016 abgeschlossen wurde.

      Im Lärmaktionsplan wurden mögliche Maßnahmen beschlossen, welche zur Minderung der Lärmemissionen und – immissionen beitragen können. In den Plan aufgenommen wurden die Prüfung von Geschwindigkeitsreduzierungen auf 70 bzw. 80km/h, der Einbau von lärmoptimiertem Fahrbahnbelag, Maßnahmen zur Kontrolle der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie die Anregung zur Errichtung von Lärmschutzwänden. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen ist die Gemeinde Bodnegg aber nicht zuständig und kann daher lediglich bei Regierungspräsidium und Landratsamt die entsprechenden Maßnahmen anregen. Gemäß der eingegangenen Stellungnahmen stehen die zuständigen Verkehrs- und Straßenbaubehörden den Maßnahmen des Lärmaktionsplans Bodnegg aufgrund der verhältnismäßig wenigen betroffenen Anwohner eher kritisch gegenüber.

       

      Der Gemeinderat stimmte in der Sitzung vom 09.12.2016 der Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen aus der Förmlichen Beteiligung einstimmig zu und beschloss den Lärmaktionsplan Bodnegg in der Fassung vom 28.11.2016.

       

      Öffentlichkeitsbeteiligung LAP                     Lärmkartierung

      Auswertung Behördenbeteiligung                

      Lärmaktionsplan i. d. F. 28.11.2016

       

    1. Nachhaltigkeit

      Pilotprojekt "Nachhaltigkeitsberichterstattung in kleinen und mittleren Gemeinden"

       

      Die Gemeinde Bodnegg hat sich am Pilotprojekt „Nachhaltigkeitsberichterstattung in kleinen und mittleren Gemeinden“ beteiligt. Ziel war eine Anpassung der Nachhaltigkeitsindikatoren auf kleine und mittlere Kommunen, um eine kosteneffiziente Berichterstattung im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung mit geringem Aufwand möglich zu machen.

      Das Modellvorhaben liefert eine qualifizierte Grundlage dafür, den aktuellen Stand der nachhaltigen Entwicklung und damit die Zukunftsfähigkeit der beteiligten Kommunen zu beleuchten. Federführend betreut wurde das Projekt von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen.

      Nachdem der Nachhaltigkeitsbericht insbesondere den Istzustand in der Gemeinde Bodnegg darstellt, beschloss der Gemeinderat die Fortschreibung des Berichts, um weiterführende Ausblicke auf die einzelnen Handlungsfelder sowie konkrete Handlungs-empfehlungen zu erhalten.

       

      Nachhaltigkeitsbericht Juni 2014

       

      Nachhaltigkeitsbericht Juni 2016